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Spitzenergebnis für Classic-Pony im Einspänner beim Bundeschampionat in Moritzburg

„Entschuldigen Sie, Sie sind auf Privatgelände, hier läuft eine Veranstaltung“. Der Security-Mann sieht mich streng an. „Ich weiß“, entgegne ich freundlich. „Und wir nehmen an dieser Veranstaltung teil. Mein Pony ist nur ein bisschen kleiner als die anderen“. Erstaunte Blicke, dann lässt man uns weiter in Richtung Stallzelt gehen.

Mit einem „Ach Gott, ist das süß! Seid ihr das Showprogramm?“ werden wir dort empfangen. Nein, wir sind nicht das Showprogramm. Wir sind ganz normale Teilnehmer am Bundeschampionat. Mit dem kleinen Unterschied, dass mein Pony ein bisschen kleiner ist als der Rest. Na und? Belächelnde Blicke von allen Seiten.

Am nächsten Tag ist es soweit und wir machen uns bereit für die Qualifikationsprüfung im Bundeschampionat der Fahrponys in Moritzburg. Die Kutsche glänzt, das Pony ist herausgeputzt, Fahrer und Beifahrer schick angezogen. Auf dem Abfahrplatz noch lockeres Programm, die Leute (be-)lächeln immer noch. Dann geht es los. Wir fahren auf den großen Paradeplatz, mein Puls geht hoch, mein Pony spannt sich. Er weiß genau, was jetzt ansteht. Die Richter klingeln und mein Pony fängt an zu tanzen. Bei über 35 Grad tanzt er durch die Mittagshitze, legt einen unglaublichen Mitteltrab aufs Parkett und beeindruckt mit einem raumgreifenden und bergauf gesprungenen Galopp. Den Zahlen auf der Anzeigetafel kann ich kaum trauen. Platz 3 und damit ab ins Finale!


Dressurprüfung

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In der Siegerehrung stehen wir neben den „Großen“, neben bewegungsstarken Sportponys und edlen Haflingern. Es kommt nicht auf die Größe an, es kommt auf Ausbildung, Trainingszustand und Leistungsbereitschaft an. Wir können kaum fassen, dass wir im Finale sind, da gehen auch schon die Vorbereitungen los.

Die Final-Dressur wird uns leider von einem heftigen Regenschauer im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt, als neben uns fast das Zelt abhebt und das Protokoll von „leichter Spannigkeit“ spricht. Aber im Gelände können wir wieder angreifen. Platz 4 in einem äußerst starken Starterfeld macht mich mehr als stolz.


Kalli im Wasserhindernis

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Geländehindernis

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Sonntagnachmittag stehen wir dort, wo ich mich niemals gewagt hätte, hinzuträumen: In der Ehrung des Bundeschampionates 2020 in Moritzburg. Mit Platz 5 in der Gesamtwertung können wir das Turnier abschließen und fahren überglücklich nach Hause.


Siegerehrung in der Kombinierten Prüfung

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"Team Kalli", im Hintergrund Schloss Moritzburg

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Entgegen allen „dummen Sprüchen“ konnten wir zeigen, dass K-Ponys mehr können als Rasen mähen und Kinderbespaßung. Wieder einmal konnten wir zeigen, dass ein sinnvoll aufgebautes Training, Vertrauen und der Spaß an der Sache mehr wert sind als alles andere. Denn dass mein Pony aufgrund eines Gendefekts zu großen Teilen blind ist, dass er eine schwere erblich bedingte Stoffwechselstörung hat und seit früher Jungpferdezeit massive Magenprobleme gehabt hat, das weiß hier niemand. Auch davon, dass das Pony vor gut drei Jahren schwer traumatisiert zu mir gekommen ist, sich nicht anfassen ließ und sprichwörtlich auf zwei Beinen durchs Leben ging, ist nichts mehr zu sehen. Viel Zeit, gutes Management und ganz viel Liebe haben aus dem kleinen „Problemkind“ einen Leistungssportler gemacht. Der dafür brennt, alles zu geben. Der ganz genau weiß, was die gelbe Schleife an seinem Fahrzaum bedeutet. Gemeinsam haben wir uns von ganz unten hoch gearbeitet.

Das Bundeschampionat 2020 war unser bisheriger Karriere-Höhepunkt. Ich bin gespannt wie die Reise weiter geht und bin mir sicher, dass sie nicht an der Größe meines Ponys scheitern wird. Denn Bewegungstalent, reelle Ausbildung und Leistungsbereitschaft sind nicht nur etwas für die Großen. Mit einem K-Pony im Turniersport werden wir oft belächelt. Und nach der Prüfung werden wir nicht selten gefürchtet. Denn dieses Pony gibt immer 150%.

Christien Luckwaldt

Dieser Artikel bestätigt mal wieder eindrucksvoll, wie leistungsfähig „unsere“ Classic-Ponys sind. Das Championat für 6- und 7-jährige Ponys wird in Klasse M ausgetragen. Wir gratulieren Christien Luckwaldt und ihrem Pony Kryptonite ganz herzlich zu diesem überragenden Erfolg. Kryptonite von Krummesse, genannt „Kalli“, ist ein sechsjähriger Wallach und stammt aus der Zucht von Dirk Lüth, Krummesse. Sein Vater ist Royal Kryptonite aus einer Jamil vom Moritzberg-Mutter.

Den Fotografen Michael Böhm und Peter Tendler danken wir für die Bereitstellung der Fotos.

Gerda Zimmermann, Vors. der IG Classic e.V.

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Vorsitzende: Gerda Zimmermann, Quantzstr. 74a, 37127 Scheden, Tel.: 05546-1229, Fax: 05546-9995039
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