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Süddeutsche Körung in Alsfeld 2007
Siegerhengst Jolly Jumper vom Talhof Ergebnis einer konsequenten Zuchtplanung

Die beiden neu gekörten Hengste der süddeutschen Körung 2007 in Alsfeld (s. auch allgemeinen Bericht in „Kleinpferde“) stellen auf jeweils eigene Weise eine deutliche Bereicherung der Hengstbasis unserer noch relativ jungen Rasse dar.

Mit Jonathan (v. EL.H. Juwel a.d. St.Pr.St. Veilchen v. Brendy) stellte Werner Firsching (Grettstadt) einen großrahmigen und harmonisch gebauten Hengst vor, der sich mit 108 cm im begehrten oberen Stockmaßbereich der Classic-Zucht bewegt. Als erster von Geburt an mit Classic-Papieren versehener gekörter Scheck-Hengst bereichert er die Farbpalette unserer überwiegend durch die Windfarbe geprägten Rasse.

Der Siegerhengst der Classic-Ponys und Süddeutscher Siegerhengst aller Rassen Jolly Jumper vom Talhof, wurde von Kurt Heusohn (Gedern-Wenings) gezüchtet und vorgestellt. Der Hengst präsentierte sich bei der Körung als Kleinpony im Format eines Großpferdes. Neben einem raumgreifenden Schritt zeigte er im Trab einen deutlichen Schub aus der Hinterhand und einen federleicht schwingenden Rücken mit guter Aufrichtung. Jolly Jumper konnte schon als Fohlen sehr deutlich auf sich aufmerksam machen. Bei der Ponyschau Wenings 2005 faszinierte das Hengstfohlen des PH Jim vom Talhof a.d. St.Pr.St. Elenore vom Talhof das anwesende Fachpublikum. Mit geradezu fliegenden Trabbewegungen wurde Jolly Jumper seinem Namen gerecht und schwebte mit nur wenig Bodenberührung über das Schaugelände. In seinem Bewertungskommentar warnte damals der auch bundesweit erfahrene Richter Horst Fritz vor voreiligen Erwartungen. Er kam aber nicht umhin, bei diesem Fohlen sehr stark zu vermuten, „dass das mal einer wird“. Auch bei der Zentralen Hessischen Shetland- und Classic-Pony-Fohlenschau 2005 wurde das Fohlen mit einer hohen Wertnote Gesamt-Sieger der Schau.

Gerade für engagierte, insbesondere für neue Züchter stellt sich angesichts eines süddeutschen Siegerhengstes die Frage: Wie züchte ich einen „Kracher“? Das scheinbar erfolg versprechende Rezept „Kaufe eine hocherfolgreiche Stute und paare sie mit einem Tophengst“ an, haben schon viele mit großem finanziellen Aufwand versucht und damit häufig Mittelmaß produziert. Auch das systemlose Ausprobieren ständig neuer, aktueller Hengste ist selten von Erfolg gekrönt. Erfolgreiches Züchten ist mehr. Es ist die genaue Beobachtung der Stärken und Schwächen von Stute und Hengst und deren möglicher Zuchtfortschritt bei einer Anpaarung. Da es nie ein perfektes Endprodukt geben wird, stellt sich jeweils die Frage, was bei der geplanten Anpaarung konkret zu verbessern ist, damit das Fohlen gegenüber der Zuchtbasis einen Fortschritt erkennen lässt. Letztendlich gehört zu diesem Prozess auch etwas Glück.

Betrachtet man sich das Pedigree des Siegerhengstes „Jolly Jumper vom Talhof“, so findet man in der 3. Generation auf der Mutterseite und auf der Vaterseite jeweils den rein amerikanisch gezogenen Hengst Jegg. In Anpaarung mit der Original-Shetlandstute „Elke“ brachte dieser den mehrfachen Bundessiegerhengst „Jonny“, einen Hengst mit äußerst schwungvollen Bewegungen. Dessen bewegungsstarke Vollschwester, die Staatsprämien und Elitestute Elfe, erreichte ebenfalls den Bundes-Sieger-Titel. Die beiden erfolgreichen Ausgangsprodukte wurden auf dem Talhof in getrennten Linien weiter gezüchtet und nach etwa 20 Jahren wieder zusammengeführt. Auf diesem Weg kamen zwei züchterische Schritte in besonderer Weise zum Tragen: Auf der Mutterseite die gezielte Typverbesserung über den Benny-Sohn Bernstein, auf der Vaterseite die Hereinnahme neuer Blutlinien über die aus den USA eingeführte Classic-Stute Orchidee. Jolly Jumper vom Talhof ist damit kein Zufallsprodukt, sondern Lohn einer konsequenten, vorausschauenden Zuchtplanung.

Urban Braun



Jonathan

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Jolly Jumper

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Jolly Jumper als Fohlen

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